Irrelevantik, die

Ir|re|le|van|tik

Substantiv, feminin, Neologismus
Adj. irrelevantisch

Die Irrelevantik bezeichnet die zeitgenössische kulturelle Epoche, die aus dem Pluralismus der Postmoderne hervorgegangen ist. Vorreiter der Irrelevantik sind bereits seit den 60ger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt, der Ursprung des Begriffs geht jedoch auf das Jahr 2015 zurück. Semantisch steht er für die Konsequenz des gegenwärtigen Kunstbegriffs, gemäß dem alles zu Kunst erklärt werden kann und der weder Fertigkeiten der Kunstschaffenden noch Sinn oder Inhalt derer Werke erfordert.
Wenn alles Kunst sein kann ergibt sich nun, dass einem einzelnen Werk keine Bedeutung mehr innewohnt, wodurch es in seinem Wesen irrelevant wird. 

Wenn alles Kunst ist, ist Kunst nichts

Somit wird die Kunst an sich irrelevant – sowohl im Bezug auf sich selbst als auch im Kontext Ihrer Zeit und in Relation zur kulturellen Gesellschaft. Das Vorstehende führt zu der Feststellung, dass sich die Kunst per Definition selbst abschafft, da sie in ihrer Bedeutung  nicht mehr greifbar ist. 
(→ Autonihilismus)

Die Epoche der Irrelevantik endet mit einer ausstehenden Neufassung des Kunstbegriffs.